Starter

FAQ-Adsense sind nötig, weil die Gasentladung in einer Leuchtröhre mit den mickrigen 230 V Wechselspannung nicht zündet. Dazu braucht man nämlich bei einer kalten Röhre mehr als 1000 V!

Besser zündet die Entladung, wenn heiße Metallteile präsent sind, denn aus denen treten Elektronen schon von selbst aus (weils denen zu heiß wird). In jeder Leuchtstoffröhre gibt es an jedem Ende solche Metallteile, die man auch elektrisch aufheizen kann: nämlich ganz konventionelle Glühdrähte, wie bei einer ordinären Glühlampe (wenn auch mit viel weniger Leistung). Daher besitzt jede Leuchtröhre nicht nur zwei, sondern fast immer VIER Anschlüsse.

Man sieht diese Glühdrähte normalerweise nicht, nur bei defekten Leuchtstoffröhren (oder eben bei defektem Starter) treten sie in Erscheinung: die Röhre leuchtet dann nur matt und eher dunkelrot an ihren beiden ENDEN, nicht aber in der Mitte.

Was hat der Starter mit diesen Eigenarten zu tun?

Dieses Teil enthält entweder eine simple Glimmlampe mit Bimetallkontakt, oder - wenn's was Besseres ist - eine kleine Elektronik, die nach dem Einschalten der Betriebsspannung folgendes bewirkt:

  1. zunächst zündet die Hauptröhre nicht, sondern nur die im Starter eingebaute Glimmlampe (weil die viel kleiner und daher schon mit 110-120 V zufrieden ist.
  2. Weil die aber so klein ist, und der Strom viel zu hoch für sie, wird sie in einer Sekunde so heiß, dass er eingebaut Bimetallkontakt schließt und damit die beiden Glimmlampenanschlüsse miteinander verbindet (also KURZSCHLUSS!)
  3. Dadurch nun wird ein Stromkreis geschlossen, der die beiden Glühdrähte an den Enden der Leuchtstoffröhre miteinander verbindet. Es fließt Strom, der die beiden Wendeln zur Rotglut bringt.
  4. Inzwischen kühlt der Bimetallkontakt aber wieder ab und öffnet: der Strom über die Glühdrähte wird unterbrochen, gleichzeitig liegt wieder Spannng an der Leuchtröhre.
  5. Mit etwas Glück, d.h. wenn die Heizung ausreichend erfolgte und das Abschalten des Bimetallkontakts im richtigen Moment (nämlich nicht gerade dann, als die Netzspannung sehr niedrig war, das ist die Wechselspannung nämlich in etwa einem Drittel der Zeit!) zündet jetzt die Röhre und bleibt dann auch gezündet.
  6. Wenn nicht, zündet die Röhre nicht oder die Gasentladung erlischt. Dann wiederholt sich das Spielchen ab Punkt 1 ... ggf. auch bis zu 5 oder 10 mal. Irgendwann sind die Wendeln heiß genug, und die Entladung bleibt erhalten - aus dem bekannten Einschaltflackern der Lampe wird ein gleichmäßiges Leuchten.
  7. Wenn die Leuchtröhre nahe an ihrem Lebensende ist, zündet sie schlechter, die Flackerei nach dem Einschalten dauert zunehmend länger. Das ist ein Teufelskreis, denn dadurch wird die Röhre schneller alt. Irgendwann reicht es nicht mehr und die Röhre (genauer: der Starter) schaltet nur noch ständig ein und aus. Es ist Zeit, die Röhre zu wechseln, denn jetzt ist sie eifrig dabei, die ganze Energie, die sie zuvor in ihrem Leben gespart hat, unnütz zu verbraten!